Vor zwei Wochen ging es für uns nach Lenggries für eine Wanderung auf den Grasleitenstein. Da wir nicht allzu viel Zeit hatten, konnten wir leider nicht weiter bis zum Grasleitenkopf gehen, was wir aber bestimmt noch einmal nachholen werden.

Wenn ich im Auto sitze und in Richtung Oberbayern fahre, geht es mir gut. Spätestens wenn man an München vorbei ist und die ersten Berge sieht, geht mein Herz auf. Irgendwann, ja irgendwann, will ich dort leben. Die Luft, die Atmosphäre und die Kulisse ist immer wieder wunderschön und Gott sei Dank können wir es in nur 2 Stunden erreichen. Aber zurück zur Wanderung.

In Franken können wir viel wandern. Die Fränkische Schweiz, die Hersbrucker Schweiz oder das Altmühltal bieten tolle Touren, doch wer hier auf Höhenmeter wartet, der kann lange warten. Dominik und ich gehen viel wandern und auch weit. Kein Problem, doch wenn wir Wanderungen in Oberbayern, Österreich oder der Schweiz machen, kommen doch ab und zu die Flachlandtiroler in uns heraus. Bei der Tour zum Grasleitenstein in Lenggries überwindet man zwar nur knapp 4 Kilometer, doch über 700 Höhenmeter und das merken wir. Die Wanderung ist nicht so bekannt und ist deshalb nicht sehr bewandert, was wunderbar ist, wenn man Ruhe und Idylle sucht.

Los gehts am Parkplatz in Lenggries die Straße „Mühlbach“ erst einmal geradeaus. Am Haus Nummer 5 geht man links durch einen Bauernhof (der Durchgang ist erlaubt und bellende Hunde oder etwaige Gefahren haben wir Gott sei Dank nicht gesehen). Der Feldweg, den man nach wenigen Meter erreicht, zieht sich über herrliche Wiesen hinauf, vorbei am rauschenden Mühlbach. Der Anstieg wird stetig steiler und schließlich erreicht man eine große Waldwiese. Das Gatter davor gibt das Zeichen, dass man hier rechts muss. Wenn man die Wanderung im Sommer macht, kann man die wunderbaren Wildblumen und den Geruch von ihnen bestaunen und geht immer dem Weg nach. Nach kurzer Zeit erreicht man einen ausgetretenen Pfad, der in den Wald führt. Ab hier geht es über einen Waldkamm steil hinauf bis zum Gipfel. Der Pfad wird nach oben hin immer schmaler und steiler, also wer hier wirklich Höhenangst hatte, sollte nicht nach unten sehen. Für alle anderen bietet der Weg immer wieder mal einen tollen Blick auf das Isartal, Lenggries und dem Brauneck, der genau gegenüberliegt. Nach einiger Zeit erreicht man das Gipfelkreuz und kann den tollen Ausblick bei einer guten selbstmitgebrachten Vesper genießen.

Da wir wenig Zeit hatten, sind wir den selben Weg auch wieder hinunter. Doch die Tour hat die Möglichkeit, weiter zum Grasleitenkopf zu gehen und dann in der Lenggrieser Hütte einzukehren.

Am Ende unserer Tour konnten wir unsere Füße noch im eiskalten und klaren Wasser des Mühlbachs hängen lassen, was ein sehr schöner Abschluss dieser tollen Wanderung war.

Eins steht fest, wir kommen wieder!!

Neben den Fotos könnt ihr auch noch das Video sehen, welches Dominik mit seiner Drohne aufgenommen hat.

 

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